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Fahrsicherheit von Kleintransportern


Der Bestand an Kleintransportern bis 3,5 t zGG ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Un­fallentwick­lung verlief überproportional vergli­chen mit der Entwicklung des Fahr­zeugbestandes.

Nach Einschätzung des 42. Verkehrsge­richtstages (2004) ist „die in den letz­ten Jahren stetig gestiegene Zahl von Kleintransportern zwar unfallauffällig, ihre Unfallbeteiligung ist jedoch — auch auf Autobahnen — nicht überdurch­schnittlich. Deshalb kann sich der Arbeitskreis derzeit der Forderung nach einer Ge­schwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen speziell für Kleintrans­porter (2,8 bis 3,5 t zGG) nicht anschlie­ßen.”

Diese Erkenntnis stützt sich auf eine Unfallaus­wertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auf der Basis der Amtlichen Unfallstatistik (Jahre 1996 - 2001).

Die Verkehrsministerkonferenz hat des­halb am 30./31. März 2004 entschie­den, für Kleintransporter auf Autobah­nen gegenwärtig kein Tempolimit einzu­führen, sondern mit anderen Maßnah­men die Ver­kehrssicherheit von Klein­transportern zu verbessern.

Dazu zählen verschärfte Sanktionen bei Unterschrei­ten des gesetzlich

Ladungssicherung und verstärk­te Überwachung streckenbezo­gener Höch­stgeschwindig­keiten.

Zentrale Bedeutung hat darüber hinaus die Qua­lifizierungsoffensive des ADAC, die 2003 gemeinsam mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Verband der Importeure von Kraft­fahrzeugen (VDIK) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) gestartet wurde. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fahrerfortbildung und geeigneten Schulungsmaß­nahmen zur richtigen La­dungssicherung. Außerdem soll durch Aufklärungsaktionen die Gurtanlege­quote bei den Fahrern deutlich erhöht werden.

An die Fahrzeughersteller richtet sich die Forderung, die Standardvorkehrun­gen (z.B. Zurrösen) zur La­dungs­sicherung zu optimieren und die Sicherheits­ausstattung der Kleintrans­porter ana­log zum Pkw weiterzu­entwickeln. Dazu gehören serienmäßi­ges ABS und ESP, Reifen mit aus­reichenden Belastungsre­serven sowie Reifendruck-Kontroll­systeme.

Weiterhin müssen Wege gefunden werden, wie die Lenk- und Ruhezeiten für die Fahrer gewerblich ein­gesetzter Fahrzeuge europaweit geregelt und kon­trolliert werden können.


Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich, Fahrsicherheit & Fahrsicherheitstraining